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SwiSCI

SwiSCI - Gesundheit

Arbeiten mit Querschnittlähmung

Je älter Menschen mit einer Querschnittlähmung sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht erwerbstätig sind. Zu den Gründen zählen auch gesundheitliche Probleme, wie Ergebnisse der SwiSCI-Studie zeigen.

Der Beitrag stellt zudem ein "Job Matching Tool" vor, mit dem Berufsberater zukünftig beurteilen können, ob und wie die Anforderungen und Charakteristika eines Jobs den beruflichen Interessen und Fähigkeiten einer Person entsprechen.

Paracontact 01/2016

Arbeitsstress und Lebensqualität. Der Effekt von belastenden Arbeitsbedingungen bei querschnittgelähmten Menschen

Querschnittgelähmte Person im Büro

Viele Studien belegen, dass stress-generierende Arbeitsbedingungen zu einer Verminderung der Lebensqualität und der Gesundheit beitragen können. Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, dass Stress die Lebensqualität insbesondere bei sozial und finanziell schlechter gestellten Personen herabsetzt.

So haben zum Beispiel Menschen mit einer einfachen Bildung und einem niedrigen Einkommen ein höheres Risiko an Depressionen zu erkranken und einen Schlaganfall zu erleiden als besser gestellte Personen. Sozioökonomische Faktoren, wie die formale Ausbildung, der Beruf oder das Einkommen spielen demzufolge bei den individuellen Auswirkungen von Stress eine wichtige Rolle. Während gesicherte Erkenntnisse für die allgemeine Bevölkerung vorliegen, fehlen vergleichbare Studien bei Menschen mit Behinderungen weitgehend.

Auf die Qualität kommt es an: Wie wertvoll sind Beziehungen für unsere Gesundheit?

Gute Beziehungen sind wichtig für die Gesundheit

In einer SwiSCI Studie wurden querschnittgelähmte Menschen und ihre Lebenspartner ausführlich zu ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und ihrer Gesundheit befragt. Erste Auswertungen liegen vor.

Hauptinteresse der Studie „pro-WELL“ war die Frage, inwieweit Beziehungen zu anderen Menschen die Vitalität und mentale Gesundheit der Studienteilnehmer beeinflussen. „Vitalität“ steht in dieser Studie für Elan und Energie. Der Begriff „mentale Gesundheit“ beschreibt hingegen eine Stimmung. Eigenschaften mentaler Gesundheit sind zum Beispiel glücklich, froh oder gelassen sein.

Häufigkeit der Kontakte

Überraschenderweise zeigte sich, dass die Anzahl und Häufigkeit von Kontakten zu anderen Menschen kaum mit Vitalität oder mentaler Gesundheit zusammenhängt. 

Forschen für Menschen mit Querschnittlähmung

Lebensqualität ist ein Kernthema der SwiSCI Studie

Die Swiss Spinal Cord Injury Cohort Study (SwiSCI) ist die grösste ganzheitliche Studie für Personen mit Rückenmarksverletzungen in der Schweiz.

Mit dem Beginn der ersten Umfrage im Jahr 2011 erfasste SwiSCI bislang komplexe Daten von ca. 2000 Personen. Diese wertvollen Informationen bringen neue Erkenntnisse über die Lebenssituation, Gesundheit und Lebensqualität von rückenmarksverletzten Personen in der Schweiz hervor.

In der Studie werden Elemente wie Gesundheitsverhalten, Versorgung, gesellschaftliche Teilhabe, Arbeitsmarktintegration und Präventionsmassnahmen für ein gesundes Altern erfasst. Dies ermöglicht es, Problembereiche und Bedürfnisse systematisch zu identifizieren. Verbesserungsmassnahmen im Schweizer Gesundheits- und Sozialsystem können auf Basis dieser Daten entwickelt werden.

Konflikte zwischen Arbeit und Familie schlagen auf die Gesundheit

Viele kennen es: Zuhause am Abend noch dienstliche Telefonate führen, in den Ferien geschäftliche E-Mails beantworten, oder auch private Angelegenheiten auf der Arbeit organisieren. Oft stehen die Erwartungen und Anforderungen aus dem Arbeitsleben und dem Privatleben in Konkurrenz. Die Auswirkungen sind problematisch: Die Familie fühlt sich vernachlässigt, der Druck des Arbeitgebers steigt, der Stress nimmt zu, die Konflikte häufen sich. Doch wie gravierend sind derartige Konflikte eigentlich für die Gesundheit?

Wissenschaftler der Schweizer Paraplegiker-Forschung haben bei Menschen mit Rückenmarksverletzung und deren Partnern untersucht, inwiefern sich Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben auf die psychische Gesundheit, die Vitalität und das Wohlbefinden auswirken [1].

Sind zwischenmenschliche Beziehungen ein Grundstein für die psychische Gesundheit?

Die Pflege von zwischenmenschlichen Beziehungen ist für Menschen mit einer Behinderung oft herausfordernd: Wie komme ich zum vereinbarten Treffpunkt? Ist die Umgebung barrierefrei? Bin ich auf Hilfe angewiesen? Werde ich von meinen Kollegen noch wie früher akzeptiert? Dies sind nur einige Fragen, die sich Menschen mit Querschnittlähmung regelmässig stellen müssen, wenn sie beispielsweise mit Freunden abmachen möchten.

Trotz aller Herausforderungen sollten Betroffene ihre Beziehungen pflegen, denn sie können das Risiko für psychische Erkrankungen mindern. Dies zeigt eine Studie der Schweizer Paraplegiker-Forschung [1].

Sport und Gesundheit – Wer erreicht die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation?

Tennis spielen im Rollstuhl

Über das Ausmaß der körperlichen Aktivität bei Menschen mit Querschnittlähmung in der Schweiz ist bisher wenig bekannt. Eine SwiSCI Studie gibt nun einen ersten Einblick. 

Die Autoren der Studie untersuchten, welche Personen die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur körperlichen Aktivität erreichen, wer eher inaktiv ist und wer zukünftig speziell gefördert werden sollte.

Wer sind die typischen Nutzer von Handbikes?

Handbikefahrer

Der Sommer ist die ideale Jahreszeit für gemütliche Touren in der Natur oder auch sportliche Herausforderungen. Handbikefahren bietet für Menschen mit Querschnittlähmung eine geeignete Möglichkeit, sich zu bewegen und etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Es lässt sich leicht in den Alltag integrieren und bereitet grosses Vergnügen.

Warum ist das Handbikefahren gesund?

Verschiedene Studien zum Handbiken bestätigen, dass sich die Benutzung eines Handbikes in vielerlei Hinsicht positiv auf den Körper auswirkt: Die Kraftübertragung ist effizient und die Schultern werden deutlich weniger als beim normalen Rollstuhl belastet. Dadurch sinkt das Risiko für Schulterschmerzen. Ganz allgemein steigert ein regelmässiges Training die Kondition und verringert die Gefahr für Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes.

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