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Wenn die Lebenspartner die Pflege übernehmen... Resultate der pro-WELL Studie

Liebe Leserin, lieber Leser

Ein langes und glückliches Leben zu zweit ist nicht selbstverständlich. Damit eine Partnerschaft auf Dauer stabil und glücklich bleibt und den Belastungen des Alltags standhalten kann, muss sie gefördert werden. Ist eine Person querschnittgelähmt, kann das eine Herausforderung für die Partnerschaft sein, vor allem wenn der Partner Pflegeaufgaben übernimmt.

Gerade wenn ein Partner auf die Hilfe des anderen angewiesen ist, halte ich es für besonders wichtig, auf ein beiderseitiges Geben und Nehmen in der Partnerschaft zu achten. Wenn sich beide Partner gegenseitig unterstützen, ist es viel einfacher, das Leben zu geniessen und zusammen auch Krisen zu überwinden.

Hilfestellungen für den gelähmten Partner machen einen Teil des Alltags aus. Aus meiner Sicht können die Pflegeaufgaben aber nicht allein durch den Partner bewältigt werden. Der grösste Anteil der Unterstützung sollte von Sozial- und Pflegediensten abgedeckt werden, damit noch genügend Raum für Berufstätigkeit, Hobbies und den Freundeskreis bleibt. Ich bin überzeugt, dass Beziehungen stärker werden, wenn beide Partner ihren eigenen Interessen nachgehen können.

Die pro-WELL Studie weist eindrücklich nach, wie wichtig die Qualität unserer Partnerschaft und Freundschaften für die Lebenszufriedenheit, aber auch für unsere Gesundheit sind. So mögen die kommenden Feiertage vielleicht ein Anlass sein, mehr mit unseren Partnern zu unternehmen oder mehr Zeit mit Freunden zu verbringen!

Im Namen des SwiSCI Studienzentrums wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten!
Herzliche Grüsse

Christian Betl

Christian Betl

Präsident der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, Mitglied Verwaltungsrat Schweizer Paraplegiker-Forschung

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