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Newsletter

Der SwiSCI Newsletter erscheint zweimal pro Jahr und ist kostenfrei. Er beinhaltet Neuigkeiten aus dem Studienzentrum, Informationen zum Verlauf und zu den Ergebnissen der Studie sowie Mitteilungen über Kollaborationsprojekte. Sie können den Newsletter auf dieser Seite ausführlich lesen oder in einer gekürzten Version als PDF downloaden.
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SwiSCI Newsletter zum Download

Ausgabe 02/2018: Produktives Engagement, soziale Beziehungen und Gesundheit
Ausgabe 01/2018
: Harnwegsinfektionen - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
Ausgabe 02/2017
: Schmerzen - ein zentrales Problem bei Querschnittlähmung
Ausgabe 01/2017
: Mobil sein mit den passenden Hilfsmitteln
Ausgabe 02/2016
: Die SwiSCI-Befragung 2017 - Zweite gesamtschweizerische Umfrage der Swiss Spinal Cord Injury Cohort Study
Ausgabe 01/2016
: Wieviel Bewegung ist gesund? Was empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation?
Ausgabe 02/2015
: Barrierefreiheit in der Schweiz
Ausgabe 01/2015: Gesundheitsverhalten: Ernährung & Sport
Ausgabe 02/2014: Wissenschaft unter der Lupe. Wie funktioniert SwiSCI als Forschungsplattform?
Ausgabe 01/2014: Lebenszufriedenheit nach Querschnittlähmung
Ausgabe 02/2013: Arbeitsstress und Arbeitsmarktbeteiligung
Ausgabe 01/2013: Erste Auswertung der SwiSCI Umfrage

Aktuelle Ausgabe: Wenn die Lebenspartner die Pflege übernehmen... Resultate der pro-WELL Studie

Liebe Leserin, lieber Leser

Ein langes und glückliches Leben zu zweit ist nicht selbstverständlich. Damit eine Partnerschaft auf Dauer stabil und glücklich bleibt und den Belastungen des Alltags standhalten kann, muss sie gefördert werden. Ist eine Person querschnittgelähmt, kann das eine Herausforderung für die Partnerschaft sein, vor allem wenn der Partner Pflegeaufgaben übernimmt.

Gerade wenn ein Partner auf die Hilfe des anderen angewiesen ist, halte ich es für besonders wichtig, auf ein beiderseitiges Geben und Nehmen in der Partnerschaft zu achten. Wenn sich beide Partner gegenseitig unterstützen, ist es viel einfacher, das Leben zu geniessen und zusammen auch Krisen zu überwinden.

Hilfestellungen für den gelähmten Partner machen einen Teil des Alltags aus. Aus meiner Sicht können die Pflegeaufgaben aber nicht allein durch den Partner bewältigt werden. Der grösste Anteil der Unterstützung sollte von Sozial- und Pflegediensten abgedeckt werden, damit noch genügend Raum für Berufstätigkeit, Hobbies und den Freundeskreis bleibt. Ich bin überzeugt, dass Beziehungen stärker werden, wenn beide Partner ihren eigenen Interessen nachgehen können.

Die pro-WELL Studie weist eindrücklich nach, wie wichtig die Qualität unserer Partnerschaft und Freundschaften für die Lebenszufriedenheit, aber auch für unsere Gesundheit sind. So mögen die kommenden Feiertage vielleicht ein Anlass sein, mehr mit unseren Partnern zu unternehmen oder mehr Zeit mit Freunden zu verbringen!

Im Namen des SwiSCI Studienzentrums wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten!
Herzliche Grüsse

Christian Betl

Christian Betl

Präsident der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, Mitglied Verwaltungsrat Schweizer Paraplegiker-Forschung

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Produktives Engagement, soziale Beziehungen und Gesundheit – Die pro-WELL Studie zeigt Zusammenhänge auf

Bezahlte Arbeit hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert: Sie trägt nicht nur dazu bei, den Lebensunterhalt zu sichern, sondern bildet auch einen Teil der persönlichen Identität.
Bezahlte Arbeit ist im Idealfall sinnstiftend und trägt zur Entfaltung persönlicher Fähigkeiten bei. Menschen mit einer Behinderung oder Menschen, die stark in die Pflege von Angehörigen eingebunden sind, ist es teilweise nicht möglich, einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Daher ist es wichtig, auch unbezahlte produktive Aktivitäten, wie etwa Freiwilligenarbeit, Hausarbeit oder Pflegearbeit wissenschaftlich zu untersuchen. Mit der pro-WELL Studie haben wir die Frage gestellt, inwiefern diese mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden zusammenhängen.

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Die pro-WELL Projektleiterin Christine Fekete erklärt die Studienresultate

Christine Fekete

Christine Fekete

Christine Fekete ist Medizinsoziologin und Co-Leiterin der Arbeitsgruppe «Partizipation, Integration und Sozialepidemiologie» an der Schweizer Paraplegiker-Forschung in Nottwil.

Frau Fekete, in der pro-WELL Studie weisen Sie nach, dass sich Querschnittgelähmte häufiger einsam fühlen, als ihre Partner. Und das, obwohl die Personen weder alleine leben noch sozial isoliert sind. Wie lässt sich dies erklären?

Das erhöhte Empfinden von Einsamkeit bei Querschnittgelähmten deutet auf ein generelles Problem von Menschen mit einer Behinderung hin. Wir vermuten, dass Einsamkeit Ausdruck eines Gefühls ist, nicht ausreichend am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und nicht voll und ganz integriert und akzeptiert zu sein. Dieses Gefühl ist beispielsweise typisch für Menschen, die wegen eingeschränkter Mobilität oder gesundheitlichen Probleme in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt sind und wenig Aktivitäten ausser Haus erleben. Gefühle von Einsamkeit können aber auch entstehen, wenn sinnstiftende Aufgaben fehlen oder das Selbstwertgefühl so weit angegriffen ist, dass man sich nicht mehr zugehörig fühlt. Diese Phänomene sind bei Menschen mit einer Behinderung durchaus häufiger anzutreffen, als bei Menschen ohne Einschränkungen.

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Suchen Sie Hilfe und Beratung?

Probleme in der Partnerschaft oder mit Freunden, häufige Gefühle von Einsamkeit oder von Überlastung können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Hier finden Sie Hilfe!

Lebensberatung der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

  • Was: Beratung, Begleitung und Vermittlung bei allen persönlichen und sozialen Fragestellungen, z.B. Entlastung, Familie, Gesundheit, Wohnen, Finanzen, Versicherungen, Pensionierung, Arbeit, Freizeit
  • Wo: Beratung erfolgt nicht nur in der Deutschschweiz, sondern in der gesamten Schweiz über Aussenstellen
  • Kontakt: www.spv.ch, Telefon Bereichsleitung: 041 939 54 04

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Kurzgefasst

Auswahl aktueller Publikationen

Zufrieden mit medizinischen Dienstleistungen?

Eine SwiSCI Studie ermittelt, wie zufrieden querschnittgelähmte Menschen mit der Verfügbarkeit und der Qualität medizinischer Dienstleistungen sind. Trotz allgemein hoher Zufriedenheit sind drei Personengruppen unzufrieden und damit potentiell unterversorgt: Personen mit inkompletter Paraplegie, Personen mit chronischen Schmerzen sowie Personen mit ungenügendem Zugang zu angepassten Transportmitteln.

Ronca E, Scheel-Sailer A, Koch HG, Essig S, Brach M, Münzel N, Gemperli A, SwiSCI Study Group: Satisfaction with access and quality of healthcare services for people with spinal cord injury living in the community. The Journal of Spinal Cord Medicine, Published online: 02 Jul 2018.

Ursachen von Schulterschmerzen

Die Schulter ist bei Querschnittgelähmten besonders anfällig, denn sie muss die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit des Körpers häufig kompensieren. Die Ursachen für Schulterschmerzen sind vielfältig und liegen beispielsweise in der individuellen Anatomie oder der Lähmungsform. Auch ungünstige Bewegungsabläufe beim Rollstuhlfahrern können fehlbelasten und Schmerzen verursachen. In der SwiSCI Studie wird untersucht wie sich 15 Minuten intensives Rollstuhlfahren akut auf den Bewegungsablauf der Rollstuhlfahrer auswirkt.

Einen verständlich aufbereiteten Beitrag zur Studie finden Sie im Paracontact 04/2018, Seite 20/21!

Bossuyt FM, Arnet U, Cools A, Rigot S, de Vries W, Eriks-Hoogland I, Boninger ML: Fatiguing wheelchair propulsion and its effect on propulsion technique and activation of shoulder muscles in persons with spinal cord injury”. Eingereicht zur Veröffentlichung.

Unterstützende Hilfsmittel für die Handfunktion bei Tetraplegikern

Circa 33% der Tetraplegiker nutzen Hilfsmittel zur Unterstützung der Handfunktion. Die Studie untersucht, von welchen Faktoren die Nutzung der Hilfsmittel abhängt und welches die häufigsten Hilfsmittel sind. Zudem ermittelt die Studie die Bedarfsdeckung in der Schweiz.

Wäckerlin S, Gemperli A, Sigrist-Nix D, Arnet U: Need and availability of assistive devices to compensate for impaired hand function of individuals with tetraplegia. The Journal of Spinal Cord Medicine, published online: 04 Jun 2018.

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