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Die pro-WELL Studie wird zwei weitere Jahre vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert

Pro-WELL ist ein vom SNF gefördertes Projekt, das zum ersten Mal neben den rückenmarksverletzten Menschen auch die pflegenden Partner in den Fokus der Forschung rückt.

Bislang haben die Wissenschaftler untersucht, ob und welche Zusammenhänge es zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit, zwischenmenschlichen Beziehungen und der Gesundheit von Personen mit Rückenmarksverletzungen und ihren Partnern gibt. 

Zu den Studienresultaten
Zusammenfassung der pro-WELL Studie beim SNF

Nach Abschluss der ersten dreijährigen Förderphase wird die Studie unter der Leitung von Dr. Christine Fekete nun zwei weitere Jahre vom SNF unterstützt.

Die Fragestellungen konzentrieren sich jetzt vorrangig auf die pflegenden Partner. Wie die bisherigen Untersuchungen bestätigen, sind sie als Unterstützung enorm wichtig für die querschnittgelähmten Menschen. Jedoch können die Pflegeaufgaben negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Partner haben. In der Anschlussstudie wird nun genauer untersucht, unter welchen Umständen die Pflegeaufgaben ein gesundheitliches Risiko darstellen. So wird beispielsweise ermittelt, ob ungünstige sozioökonomische Verhältnisse der Paare die Pflegebelastung und das Gesundheitsrisiko der Pflegenden erhöhen.

Erstmals wird auch das Gesundheitsverhalten der Pflegenden thematisiert: Haben Partner, die einen hohen Pflegeaufwand leisten, weniger Zeit für gesundheitsfördernde Massnahmen, wie beispielsweise ausreichend Bewegung? Oder führt der Belastungsstress eher zu übermässigem Alkoholkonsum und ungünstiger Ernährung als bei Partnern mit geringerer Pflegebelastung.

Neben der Erforschung der Risikofaktoren für gesundheitsschädigende Pflegebedingungen gehen die Forscher der Frage nach, ob gute zwischenmenschliche Beziehungen die Pflegebelastung und mögliche gesundheitliche Konsequenzen mildern können.

Ziel der Anschlussstudie ist es, die Resultate praxis- und lösungsorientiert mit verschiedenen Interessenvertretern zu diskutieren. Dies werden sowohl Betroffene sein, aber auch Vertreter von Sozialdiensten, Gesundheitsdienstleistern und Vereinigungen für Querschnittgelähmte.

Tags: Partner, ProWell , Pflege

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