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SwiSCI International

Teilnehmende Länder der InSCI Studie

„SwiSCI goes international“ – Über 10.000 querschnittgelähmte Menschen werden weltweit zu einer Umfrage eingeladen

Aufgrund der erfolgreichen Umfrage im Jahr 2012 steht die neue SwiSCI Befragung im Jahr 2017 nun auch in einem internationalen Rahmen. Nicht nur in der Schweiz, sondern in 27 weiteren Ländern nehmen Menschen mit Querschnittlähmung an der Datenerhebung teil. Doch was ist eigentlich das Ziel der weltweiten „InSCI“ Studie und welchen Nutzen hat sie für die Betroffenen?

Was ist InSCI?

InSCI steht für „International Spinal Cord Injury Survey“ und ist eine internationale Befragung von Menschen mit einer Rückenmarksverletzung. Sie wird nach dem Vorbild der schweizweiten SwiSCI Studie durchgeführt. Genau wie in der Schweiz werden Informationen z.B. zur Gesundheitsversorgung, den Lebensbedingungen und Umweltfaktoren gesammelt. Die teilnehmenden Länder koordinieren die Studie im eigenen Land selbständig. Die Gesamtkoordination und Datenauswertung obliegt der Schweizer Paraplegiker-Forschung.

InSCI unterstützt eine weltweite Initiative der Weltgesundheitsorganisation

Global gibt es ca. eine Milliarde Menschen mit Behinderungen. 80% von ihnen leben in Entwicklungsländern - dort wo Armut und Behinderung einen verhängnisvollen Kreislauf bilden.[1] Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Sie verabschiedete 2014 erstmals einen Aktionsplan zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderungen.
So führt der "WHO Disability Action Plan 2014 -2021" auf, dass der Zugang zu Gesundheitsdiensten verbessert und die Rehabilitation gestärkt werden müsse. Dazu gehört insbesondere die gemeindenahe Rehabilitation und die Versorgung mit Hilfsmitteln.
Damit dieser Aktionsplan auch wirksam umgesetzt werden kann, muss die bestehende Gesundheitssituation von Menschen mit Behinderungen erst einmal erfasst werden: Nur über international vergleichbare Daten können Wissenschaftler Aussagen darüber treffen, wo und über welche konkreten Mechanismen die Gesundheitsversorgung verbessert werden kann. InSCI ist ein Instrument dieser weltweiten „Bestandsaufnahme“.

Gemeinsame Entwicklung von praxistauglichen Lösungen

Nach Abschluss der Datenauswertung findet ein Austausch unter allen Interessengruppen in den jeweiligen Ländern statt. In sogenannten „Stakeholder-Dialogen“ werden Vertreter aus Politik, dem Gesundheits- und Rehabilitationswesen als auch der Wissenschaft ihre unterschiedlichen Perspektiven diskutieren. Ihr Ziel wird es dann sein, praxistaugliche und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse in den Ländern abgestimmt sind. Geplant ist, die Stakeholder-Dialoge bis 2020 in jedem teilnehmenden Land zu initiieren.

Spezialausgabe zu den Zielen der internationalen Befragung veröffentlicht

Das American Journal of Physical Medicine & Rehabilitation hat eine Spezialausgabe der internationalen Studie für Menschen mit Rückenmarksverletzungen veröffentlicht. In dieser Ausgabe erfahren Sie, welche Ziele mit der internationalen Befragung verknüpft sind und wie die Forschungsergebnisse in die Praxis umgesetzt werden sollen. Sie finden zudem Portraits der teilnehmenden Länder und erhalten so einen Einblick in die Lebens- und Versorgungssituation der Querschnittgelähmten weltweit.

PDF Download

[1] WHO: World Report on Disability, 2011.

Tags: Umfrage , International

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