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SwiSCI

SwiSCI - Begleiterkrankung

Gesundheitlich gut versorgt?

Oft gehören mehrere Erkrankungen gleichzeitig zum Alltag querschnittgelähmter Menschen. Sie sind auf ein breites Spektrum medizinischer Leistungen angewiesen. Wissenschaftler der Schweizer Paraplegiker-Forschung haben untersucht, welche ambulanten und stationären Angebote für Kontroll- und Nachfolgebehandlungen bevorzugt genutzt werden.

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Können finanzielle Probleme zu einer schlechteren Gesundheit führen?

Eine kurze, einfache Ausbildung und ein niedriges Einkommen sind Risikofaktoren für eine verminderte Gesundheit.

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien haben den Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren - wie beispielsweise formale Bildung, Einkommen, finanzielle Schwierigkeiten - und Gesundheit aufgezeigt [1,2]. Ob sich dieser Zusammenhang auch bei Personen mit Behinderungen aufzeigen lässt, ist bisher noch kaum erforscht.

Für die zukünftige Entwicklung der Schweizer Gesundheits- und Sozialpolitik sind Informationen über die sozialen und ökonomischen Einflussfaktoren auf Gesundheit innerhalb spezieller Bevölkerungsgruppen sehr wichtig. Sie geben Aufschluss über systematische Versorgungslücken und weisen auf Zusammenhänge hin, die politischer Massnahmen bedürfen.

SwiSCI untersuchte nun, inwiefern sich der Bezug zwischen sozioökonomischen Faktoren und Gesundheit auch bei Personen mit Querschnittlähmung in der Schweiz widerspiegelt.

Retrospektive Studie

Retrospektive Studie

Bei einer retrospektiven Studie wird, von der Gegenwart ausgehend, die Vorgeschichte untersucht. Mit SwiSCI wird eine retrospektive Studie durchgeführt, bei der Daten aus Patientenakten entnommen werden.

Diese Erhebung umfasst Personen, die im Zeitraum von 1967 bis 2013 eine Rückenmarksverletzung erlitten haben und in einem der Schweizer Paraplegikerzentren in Nottwil, Basel, Sion, Balgrist und Genf behandelt wurden.

Bei dieser Datenerhebung werden hauptsächlich Informationen zu den soziodemographischen Merkmalen, Krankheitsursachen, Nebendiagnosen und Behandlungen gesammelt. So entsteht eine Datengrundlage, die wichtige Informationen zur Häufigkeit von Rückenmarksverletzungen, den Verletzungsursachen, zu Begleiterkrankungen, zur Dauer des Spitalaufenthaltes, aber auch zur Lebenserwartung liefert.

Dieser retrospektive SwiSCI Studienzweig erlaubt eine Übersicht der Entwicklung von Rückenmarksverletzungen in der Schweiz innerhalb der letzten fünf Jahrzehnte. Es lassen sich daraus Informationen für die Planung in der Gesundheitsversorgung ableiten und Trends für die zukünftige Entwicklung identifizieren.

Verbessertes Versorgungsangebot beim Hausarzt – Ein neues Projekt mit Modellcharakter

Querschnittgelähmte leiden häufig an begleitenden Komplikationen aufgrund ihrer Rückenmarksverletzung. Neben Blaseninfekten (59% der Betroffenen) gehören Schlafstörungen (58%), Kontrakturen (51%) und Druckstellen (35%) zu den häufigsten Begleiterkrankungen[1].

Betroffene gehen deshalb doppelt so häufig zum Hausarzt wie die Gesamtbevölkerung [2]. Dies verlangt von den Hausärzten ein vertieftes Wissen in medizinischen Problemen der Paraplegiologie und einen guten Austausch mit Spezialisten aus Querschnittszentren.

Ein neues Projekt an der Schweizer Paraplegiker-Forschung möchte die Basis für einen Fortschritt der hausärztlichen Versorgung für Querschnittgelähmte legen: Das Modell soll die rückenmarksspezifische Versorgung in Hausarztpraxen integrieren und eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Spezialisten und Hausärzten fördern.

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