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Aktuelles

Studienresultate

Den gelähmten Partner pflegen: Wie wirkt sich dies auf die Gesundheit aus?

Oftmals leisten Angehörige einen grossen Beitrag zur Unterstützung und Pflege von rückenmarksverletzten Menschen. Bisher ist wenig darüber bekannt, ob diese Pflegeaufgabe eine Bereicherung oder eine gesundheitliche Belastung für die pflegenden Angehörigen darstellt.

Im SwiSCI-Teilprojekte pro-WELL wurden querschnittgelähmten Menschen und ihre Partner gemeinsam zu verschiedenen gesundheitsrelevanten Themen befragt. Nun haben die Forscher die gesundheitlichen Auswirkungen von Pflegetätigkeiten bei den Partnern untersucht [1].

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Dem Schmerz vielfältig und interdisziplinär begegnen

Schmerzen sind ein häufiges und zentrales Problem bei Menschen mit einer Querschnittlähmung. Circa 75% der Betroffenen leiden darunter [1]. Wenn Schmerzen zur Dauerbelastung werden, beginnt ein fataler Kreislauf. Welche Hilfe gibt es?

Interdisziplinäre Behandlungsmethodik in der Schmerzmedizin

Schmerzen können die Lebensqualität erheblich vermindern. Betroffene fühlen sich durch den Schmerz körperlich und psychisch immer eingeschränkter, was nicht selten zu sozialer Abgrenzung und zum Verlust der Arbeitsstelle führt. Diese Hilflosigkeit kann den Schmerz erneut verstärken - ein Teufelskreis, aus dem betroffene Personen oft nicht mehr ohne professionelle Hilfe herausfinden.
Ein Ansatz der modernen Schmerzmedizin ist die sogenannte „multimodale“ Schmerztherapie. Darunter versteht man die Anwendung vielfältiger Behandlungsmethoden. Gerade bei chronischen Schmerzen spielen nicht nur die biologischen, sondern auch die psychischen und sozialen Faktoren eine Rolle. Die Idee einer multimodalen Schmerztherapie ist es, nicht nur isoliert ein Phänomen zu behandeln, sondern alle diese Faktoren zu berücksichtigen [2].

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Interview mit Wolfgang Dumat, Psychologe & Psychotherapeut sowie Experte für chronische Schmerzen

Wolfgang Dumat

Wolfgang Dumat

Wolfgang Dumat war langjähriger Leiter der Psychologie am Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil. Heute ist er Leiter einer Schmerztagesklinik im Vivantes Wenckebach Klinikum in Berlin.

„Negative Gedanken durch positive ersetzen“

Herr Dumat, in der Behandlung von chronischen Schmerzen spricht man oft von der „multimodalen“ Schmerztherapie. Warum ist die Vielfalt an Therapien so wichtig?

Wenn ein Schmerz chronisch wird, werden nach und nach alle Lebensbereiche davon beeinträchtigt: Betroffene Personen haben beispielsweise zunehmend ein Problem, ihrer Arbeit nachzugehen, sie vernachlässigen ihre Hobbies und machen immer weniger mit ihren Freunden ab. Zudem wird ihre psychische Verfassung beeinträchtigt. Diese zunehmende Abschottung und Inaktivität verschlimmern wiederum den Schmerz. Es gibt Menschen, die dann gar nicht mehr aus der Wohnung gehen, depressiv werden oder sogar an Suizid denken. Das ist ein richtiger Teufelskreis, aus dem die meisten alleine nicht mehr herauskommen. Andere wiederum können ihren Alltag noch ganz gut bewältigen, aber ihre Stimmung ist zunehmend gedrückt.
Weil der chronische Schmerz also alle Lebensbereiche beeinträchtigt, muss er auch ganz vielseitig behandelt werden. Das heisst, sowohl über Medikamente als auch über Physiotherapie und Psychotherapie, aber auch beispielsweise über eine Sozial- und Berufsberatung.

Können Patienten durch eine so vielfältige Schmerztherapie weg von Medikamenten kommen?

Ja, das klappt in einigen Fällen. In die Schmerzklinik Nottwil kommen aber meist Patienten, die schon lange Jahre mit chronischen Schmerzen leben und bereits viele Untersuchungen, Klinikaufenthalte und Behandlungen hinter sich haben. Wenn wir bei diesen Menschen die Medikamente zumindest reduzieren können, ist das schon ein grosser Erfolg. Die Betroffenen möchten dies auch selbst, da sie die meist negativen Nebenwirkungen der Medikamente täglich erfahren.

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Konflikte zwischen Arbeit und Familie schlagen auf die Gesundheit

Viele kennen es: Zuhause am Abend noch dienstliche Telefonate führen, in den Ferien geschäftliche E-Mails beantworten, oder auch private Angelegenheiten auf der Arbeit organisieren. Oft stehen die Erwartungen und Anforderungen aus dem Arbeitsleben und dem Privatleben in Konkurrenz. Die Auswirkungen sind problematisch: Die Familie fühlt sich vernachlässigt, der Druck des Arbeitgebers steigt, der Stress nimmt zu, die Konflikte häufen sich. Doch wie gravierend sind derartige Konflikte eigentlich für die Gesundheit?

Wissenschaftler der Schweizer Paraplegiker-Forschung haben bei Menschen mit Rückenmarksverletzung und deren Partnern untersucht, inwiefern sich Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben auf die psychische Gesundheit, die Vitalität und das Wohlbefinden auswirken [1].

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Paar

Wenn der Partner querschnittgelähmt ist…

Erleidet ein Partner eine Querschnittlähmung, wird jede Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Gemeinsame Pläne, das eingespielte Zusammenleben, die klar verteilten Rollen, das Liebesleben – vieles wird infrage gestellt. Oft übernehmen die Partner der Betroffenen einen Grossteil der Pflege. Aber was bedeutet dies eigentlich für die Lebensqualität des Pflegenden? Hat die Paarbeziehung einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Pflegebelastung?

Zusammenhang zwischen Beziehungsqualität und wahrgenommener Pflegebelastung

Eine Studie der Schweizer Paraplegiker-Forschung befragte die Partner rückenmarksverletzter Menschen zur Belastung und Zufriedenheit mit ihren pflegerischen Aufgaben. [1] Ausgangsfrage der Studie war, ob es einen Zusammenhang zwischen der Beziehungsqualität des Paares und der wahrgenommenen Pflegebelastung des Partners gibt: Hat es einen Einfluss auf die Belastungswahrnehmung, wenn die Beziehung zwischen der rückenmarksverletzten Person und dem pflegenden Partner als wertvoll, positiv und unterstützend beschrieben wird?

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Familienausflug auf Rädern

Mobil sein mit den passenden Hilfsmitteln – das Nonplusultra für die Lebensqualität

Ich habe mit meinem Zuggerät den ganzen Jakobsweg von 850 km einwandfrei überstanden. Das bedeutet für mich einfach ein riesengrosses Stück Freiheit!“ [1] Was für Menschen mit Behinderungen zunächst undenkbar scheint, wird möglich – mit den geeigneten Hilfsmitteln. Doch welches sind die wichtigsten Hilfsmittel für Querschnittgelähmte und was sind die heutigen Trends? Experten der Rehabilitationstechnik und Resultate der SwiSCI Studie geben Auskunft.

Die häufigsten Hilfsmittel

Knapp 90% aller querschnittgelähmten Menschen in der Schweiz benötigen mindestens ein Hilfsmittel. Die häufigsten sind das umgebaute Auto (78%) und der manuelle Alltagsrollstuhl (70%), so die Resultate der SwiSCI Studie. [2] Die Auswahl der Hilfsmittel ist grösstenteils abhängig von der Art und Höhe der Lähmung.

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